Kultur ohne Grenzen

 
 

8. Juni 2018 - Konzert

Mah-e Manouche (Iran)

NRW-Preisträger gemeinsam mit Flüchtlingsband

Der Orient in seiner breitesten Deutung ist die Sprache und die Improvisation der Grammatik. Die Band Mah-e Manouche, das sind fünf Suchende mit jeweils eigenen Geschichten im Gepäck, die Reisebegleiter zu dieser musikalischen Fata Morgana. Ihr Programm, ein Teppich aus Worten und Noten. Worte werden zum Gesang und beschreiben die Suche nach Schönheit im Angesicht des Abgrundes. Die Gesänge der Dichterin Sanaz Zaresani werden schwebend getragen durch die Musik von Sasan Azodi, verstärkt und gespiegelt durch die Klänge vom Saxophonisten Heribert Leuchter, dessen Rufe Wüsten durchmessen, und verbunden durch die Begleitung von Uwe Böttger. Ein weiterer Suchender hat sich den Reisenden angeschlossen: Meisterperkussionist Steffen Thormählen gelingt es, seine Rhythmen mit den Melodien zu verweben und ihnen eine nie dagewesene Leichtigkeit zu geben. Gemeinsam lassen sie eine eigene Ästhetik entstehen, eine künstlerische Welt, in welcher die Zuhörer sich wieder finden können, um hier oder dort ihre Fata Morgana zu entdecken. In Kooperation mit dem KuBa Jülich.


Freitag, 8. Juni 2018, Beginn 20 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)

Eintritt: 14 €, Vorverkauf 11 € (zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühren)

Ermäßigung: 9 € (Schüler, Studierende)

Vorverkauf: https://www.kuba-juelich.de/index.php/tickets/ und Buchhandlung Fischer

Ort: Kulturbahnhof KuBa Jülich, Bahnhofstraße 13, Jülich


24. Juni 2018 - Hauskonzert

Hesen Kanjo (Syrien)

Virtuos auf der Kanun

Kanunspielen ist für Hesen Kanjo nicht einfach nur Leidenschaft. Es ist sein Leben. Er gilt als Perfektionist und hat sich mit der Zeit eine ganz individuelle Spielweise, die er „Kanjo-Stil“ nennt, angeeignet. Die gängige Spielweise mit zwei Fingern hat er so ausgebaut, dass er jetzt mit allen zehn Fingern zupft. So hat er mehr Möglichkeiten für Neues und mehr Tempo. Dies kommt besonders in seinen selbstkomponierten Musikstücken zum Tragen. Es wurde speziell eine Kanun für seine Spielweise angefertigt.


Sonntag, 24. Juni 2018, Beginn 15 Uhr

Eintritt frei (um Spenden wird gebeten)

Ort: Familie Janknecht, Seestraße 24, Jülich-Barmen


2. September 2018 - Hauskonzert

Arezoo Rezvani (Iran)

Meisterin der Satur und des Gesangs

Arezoo Rezvani (Iran) ist ein Ausnahmetalent auf der Satur (persisches Hackbrett). Sie begann mit 18 Jahren, gab nach 9 Monaten bereits Konzerte und erhielt einen Preis als Talent des Jahres. Sie studierte Santur bei Kurosch Aschigh, Ardavan Kamkar, Aidin Olianasab, Arfa Atrae und dem im Iran sehr berühmten Meister Mohammad Reza Lotfi und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Im Iran musizierte sie unter anderem im Orchester „Sheyda“ von Mohammad Reza Lotfi und war überdies die erste Leiterin des Frauenorchesters in Isfahan.


Die hochtalentierte Arezoo Rezvani ist einen schweren Weg gegangen, um ihrer Passion und ihrer Kunst treu zu bleiben. Unerträglich war für sie das iranische Auftrittsverbot für Frauen. Auch wurden ihr die gemeinsamen Auftritte mit jüdischen Musikern im Iran politisch angelastet. Nach Flucht und Trennung von der Familie lebt sie seit 2015 in Arnsberg.


Sonntag, 2. September 2018, Beginn 15 Uhr

Eintritt frei (um Spenden wird gebeten)

Ort: Familie Herzogenrath, Im Krähwinkel 9, Linnich



 

Termine






Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei unseren Veranstaltungen.

Foto: Nicole Daemen

Foto: Wilfried Schüller